Blumenkiosk

Blumen für Baruth

„Zauber gefrorenen Lichts“, ist ein Wort Wilhelm Wagenfelds über die Eigenschaften des Glases. Das Glas macht sichtbar gerade durch seine Immaterialität. Das Durchscheinende der mit Wasser gefüllten Vasen in Birgit Hampels Kiosk wirkt durch eine ihrerseits transluzente Konstruktion aus verklebtem Papier auf einer Holzkonstruktion mit vier sich nach oben öffnenden Wänden. Das Panoptikum wird von innen angestrahlt.

Die Blumen sind ausverkauft. Sie hätten die Komposition dieses Stilllebens aus Licht und Schatten gestört, eine Komposition, die das optische Wesen der Kunst tiefsinnig fasst. Durch das Wenige, das Stillleben zeigen, intensivieren sie den Blick und lassen mehr wahrnehmen. Das haben sie gemeinsam mit dem Glas. Die Blumen fehlen nicht. Gerade ohne sie ist der Blumen-Kiosk ein Werk von meditativer Schönheit.

gg

Ausstellung

  • "Blumen für Baruth"
  • 2008